Asien

Japans Südwesten von schwerem Erdbeben erschüttert

Auf der südwestlichen japanischen Insel Kyushu hat ein Erdbeben zahlreiche Brände und Zerstörungen verursacht. Der Flughafen der betroffenen Stadt Kumamoto stellte wegen einer Zerstörung der Landebahn den Betrieb gänzlich ein. Die Anzahl der Verletzten wird noch ermittelt.

Ein schweres Erdbeben hat am 28. Juli Japans südwestliche Hauptinsel Kyushu erschüttert. Medienberichten zufolge erreichte die Intensität der Erdstöße eine Magnitude von 6,8 Punkten. Japans Meteorologische Agentur erließ in diesem Zusammenhang eine Tsunami-Warnung, die inzwischen wieder aufgehoben wurde.

Das Epizentrum des Erdbebens befand sich in der Nähe von Kumamoto, einer Präfekturhauptstadt an der Westküste Kyushus. Aufnahmen der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK zeigen zahlreiche Gebäudezerstörungen und Brände in der Stadt.

Die Anzahl der verletzten Menschen wird gegenwärtig noch ermittelt. Mindestens 50 Verletzte werden nach Angaben von NHK bereits medizinisch behandelt, allerdings seien noch mehrere Menschen unter eingestürzten Gebäuden begraben. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi kündigte die Errichtung eines Krisenstabs an, um Informationen zu sammeln, das Ausmaß der Schäden zu ermitteln und Rettungseinsätze vorzubereiten.

Der internationale Flughafen von Kumamoto stellte wegen der Zerstörung der Landebahnen seinen Betrieb "ohne Aussicht auf eine Wiederaufnahme" vollständig ein. Auch der Zugverkehr auf der Insel wurde vorübergehend eingestellt. Parallel dazu gab Japans Behörde für Atomkraftregulierung bekannt, dass an drei Kernkraftwerken im betroffenen Gebiet keine Unregelmäßigkeiten verzeichnet worden seien.

Zuvor war Kumamoto im Jahr 2016 von einer Serie von schweren Erdbeben heimgesucht worden. Dabei kamen in der Präfektur 278 Menschen ums Leben.

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